04.09.2018

Erste Kartoffeln

 Die erste Ernte. Von oben links nach unten rechts: "La Ratte" (900g Ernte), "Désirée" (350g), "Bamberger Hörnchen" (500g) und "Sorte aus Ibiza" (150g).

Am Wochenende haben wir die ersten Kartoffeln ausgegraben. Gestartet sind wir mit 17 verschiedenen einzelnen Kartoffeln. Die Kartoffeln- Probesets haben wir bei Kartoffelvielfalt bestellt. Eigentlich wären sie als Speisekartoffeln zur Degustation gedacht. Bei entsprechender Lagerung haben sich trotzdem ein paar Augen gebildet und mein Mann hat sie sorgfältig gehütet, bis sie in die Erde konnten. Je nach Anzahl Augen pro Kartoffeln, kamen wir so auf bis zu vier Pflanzen pro Sorte. Wir haben also keine eigentlichen Pflanzkartoffeln verwendet... und waren gespannt auf den Ertrag.

Geernet haben wir die Kartoffelpflanzen, bei denen das oberirdische Grün bereits abgestorben war. Das waren insgesamt je drei Pflanzen "La Ratte", "Désirée", "Bamberger Hörnchen" sowie eine Pflanze aus einer Kartoffel aus Ibiza.

Und was ist unser erstes Fazit? Die Ernte viel ein bisschen mager aus, gerade die Sorte "Désirée" (normale Kartoffel aus dem Supermarkt) und Ibiza. Besonders die Sorte "Désirée" hatte Schädlinge. "La Ratte" haben wir noch nicht degustiert. Das "Bamberger Hörnchen" haben wir am Sonntag als Bratkartoffeln gegessen und waren sehr zufrieden. Die darf nächstes Jahr wieder in die Erde. Drei kleine Kartoffeln davon werden wir im Erdkeller überwintern und hoffen, sie nächstes Jahr wieder in die Erde bringen zu können. Wir werden berichten.

Noch die  Information zu unseren zwei vorläufigen Favoriten:
  • "La Ratte": aus Frankreich 1872. Festkochend, gelbe Schale, gelbes Fleisch. Länglich- hörnchenförmige Knolle. Reife mittelfrüh, sehr guter speckiger Geschmack. Geeignet als Salat- oder Pellkartoffel.
  • "Bamberger Hörnchen": aus dem Raum Bamberg 1870. Festkochend, gelbrosa Schale, gelbes Fleisch, hörnchenförmige Knolle. Reife mittelspät, sehr guter würziger Geschmack. Geeignet als Salat-, Brat- oder Pellkartoffel.


02.09.2018

Ein Bild erzählt: Nr. 15


 Erntefreuden im Garten. Heute räumten wir einen Teil des grossen Beets leer und machten Platz für die Aussaat von Spinat und Nüsslisalat. Wir ernteten alle Karotten und Zwiebeln. Ausserdem gruben wir vier Sorten Kartoffeln aus (von den insgesamt 17 Sorten), dazu aber ein anderes Mal mehr.
Alles zusammen ergab mit zusätzlichem Gartengemüse ein feines Zmittag. Angebratene Kartoffeln (Sorte Désirée, Bamberger Hörnchen und eine Sorte aus Ibiza), Brokkoli-Rüebli-Gemüse, Tomaten-Auberginen-Auflauf und natürlich Tomatensalat.

Einen Teil der Karotten haben wir im Keller in einem mit Sand gefüllten Kübel eingelagert (das Karottengrün haben wir dazu abgedreht, damit es den Karotten das Wasser nicht entzieht). Einige Karotten waren von Läusen befallen, und zum Teil waren sie durchfressen von irgendwelchen Schädlingen (keine Ahnung, was). Kartoffeln und Zwiebeln liegen in einer Kartonschachtel ebenfalls im Keller.

Ausserdem trocknet gerade ein Experiment auf dem Dörex vor sich hin: klein geschnittene Löwenzahnwurzeln für Getreidekaffee nach der Anleitung von Unkrautgourmet.

Und es riecht nach Pfirsichen: Wir bekamen eine ganze Schüssel voll von der Grossmutter von meinem Mann. Wir essen sehr viele davon frisch. Trotzdem bleiben genügend übrig für eingelegte Pfirsiche (nach Wikihow) und eine Pfirsich- Galette (nach dem Rezept von Zucker, Zimt und Liebe).

Eine schöne Sonntagsbeschäftigung, besonders bei dem tristen Wetter.

Monatsmotto September: Vorräte aufbrauchen

 Auch bereits ohne eigenen Garten liebten wir es, uns einen Vorrat an selbstgemachten Sachen anzulegen. Dies war unsere gesammelte Ernte aus Ferien in den Pyrenäen 2016 (noch in der alten Wohnung).

Im September möchte ich mich darauf achten, möglichst viel aus dem Tiefkühler aufbrauchen. Der Grund ist ein profaner: unser Gemeinschaftstiefküher im Keller ist so ziemlich vereist und muss in der nächsten Wochen mal abgetaut werden. Dies möchte ich auch gleich zum Anlass nehmen, mich mit Einkochen auseinander zu setzen. Es ist einfach bequem, alles einzufrieren. Nachdem ich aber auf Smarticular (hier der Link) gelesen habe, dass man Kichererbsen, Bohnen etc. auch einkochen kann und diese dann bei Raumtemperatur haltbar sind, möchte ich mich an diese Methode wagen. Das würde uns  sehr helfen, denn der Tiefkühler im Keller platzt aus allen Nähten ;-)

Ausserdem möchte ich mir aufschreiben, wieviele eingemachte Früchte und Gemüse wir haben und dann sehen, wie lange diese Vorräte reichen. So kann ich nächstes Jahr abschätzen, wieviel ich einmachen soll. Ich bin schon gespannt auf die Resultate.