18.06.2018

Schädlinge im Garten

Dieses Jahr durften wir bereits die ersten Erfahrungen mit Gartenschädlingen sammeln ;-) Mit Garten lernt man nie aus - hier kommt also die Liste mit den angedachten Massnahmen für nächstes Jahr.


Erdflöhe
Ziemlich sicher waren es Erdflöhe, die unsere Radieschenblätter und Rucolablätter durchlöchert haben. Es war auch ziemlich trocken im Frühling. Gegessen haben wir das Gemüse trotzdem.

Für nächstes Jahr: Mulchen (z.B. mit Holunder- oder Rhabarberblätter), Boden feucht halten, häufig hacken, Salate und Knoblauch als Mischkultur. Evl. bestäuben mit Roggenmehl oder Gesteinsmehl.

? bei den angefressenen Radieschenknollen (im Foto ganz rechts) wissen wir die Ursache nicht so genau - kann dies auch durch die Erdflöhe verursacht werden? Hat jemand eine Idee?

? zum Teil waren die Radieschen auch aufgesprungen - wir denken, dass ein zu schneller Wechsel von nass - trocken die Ursache war. Gibt es dazu eine andere Idee, oder liegen wir mit unserer Vermutung wahrscheinlich richtig?

Kirschessigfliege
Ganz schön fies war die Kirschessigfliege ;-) Dieses Jahr war der Kirschbaum im Garten voll mit prächtigen Kirschen, knackig und süss. Sonntag, vor den Regentagen, haben mein Mann und ich zum Glück bereits ein paar Kilogramm geerntet. Die grosse Ernte haben wir uns aber für Donnerstag aufgespart, wo wir zusammen mit all den Bewohner vom Haus ernten wollten. Und gleichzeitig den Baum zurückschneiden, so dass wir gemütlich uns von den gefallenen Ästen am Boden bedienen können. Es waren grosse Mengen an Kirschen. Doch wir kamen leider drei Tage zu spät - während den Regentagen hat sich wahrscheinlich die Kirschessigfliege unkontrolliert vermehrt und die Kirschen zu 90% befallen. Sichtbar war es erst durch den austretenden Saft, beim Zusammendrücken der Kirschen. Würmer haben sich noch nicht in allen Kirschen entwickelt. Aber auch so nicht sehr appetitlich, die Kirsche verändert auch den Geschmack und wird sauer. Mein Mann war jedoch mutig und ausdauernd und hat ein paar Kirschen noch retten können. Die Kirschessigfliege wurde erst ungefähr 2011 in der Schweiz entdeckt, wahrscheinlich importiert aus Japan, und kann innert weniger Tage die ganze Ernte befallen.

Für nächstes Jahr: die Kirschen eher zu früh ernten, auch wenn noch nicht komplett reif (die Fliege befällt nur die ganz reifen Früchten).



Unsere Massnahmen gegen Kohlfliegen
Wir haben einige Kohlpflanzen, die wir gegen die Kohlfliege schützen möchten. Für ein Fliegenschutznetz ist es, jetzt im Juni, zu spät. Falls die Fliege die Pflanzen bereits befallen hat, würde sie sich unkontrolliert unter dem Netz vermehren. Deshalb versuchen wir es nun mit folgenden Massnahmen: Holzkohle in's Pflanzloch und rund um den Stängel. Zusätzlich schneiden wir aus Filz (zuerst Bastelfliz, nachdem dieser ausgegangen ist, Malerflies) Kragen aus, die wir um den Stängel legen. Dies soll verhindern, dass die abgelegten Eier dem Stängel entlang nach unten rutschen und die Wurzeln befallen. Wir werden berichten, ob diese Massnahmen erfolgreich waren.

12.06.2018

12 von 12 im Juni - im Garten

Nachdem ich schon vor einer Woche bei einer Aktion den Tag dokumentiert habe, mache ich es diesmal anders und zeige bei 12 von 12 Gartenfotos von heute. Weitere 12 von 12 findest du beim Blog "draussen nur Kännchen". Viel anders als letzte Woche ist dieser Dienstag nämlich nicht: auch viel putzen, Essen kochen und  aufräumen. Diese drei Dinge nehmen mit Kinder einfach nie ein Ende, nicht? Trotzdem finden sich im Tag immer wieder Highlights. Besonders war heute das Zmorge mit Johannisbeerkonfitüre - ein kostbares Gut, habe ich gestern doch nur eine gute Handvoll Meertrübeli, knapp 200g, eingekocht. Der Rest wurde vorher von uns verputzt. Und das Gefühl nach dem Rausputzen des Küchenschrankes heute war auch nicht ohne ;-)

Im Garten wuchert es. Der tägliche Regen, aktuell auch tagsüber, macht ein wahres Schneckenparadies daraus. Für mich ein Graus... dieses Jahr ist es wirklich heftig. Allerdings fressen sie bei dem vielen Grün (jäten wäre angesagt...) zum Glück nicht nur die zarten Setzlinge.

 Die Johannisbeeren habe ich gestern abgeerntet. Auch Maulbeeren hat es nicht mehr viele. Dafür sind die Himbeeren langsam reif. Nachschub für unseren Beerenmaudi, dem kleinen Sohn. Zwischen den Himbeeren (wie auch sonst im Kräutergarten) sind ein paar Knoblauchpflanzen versteckt. Wir ernten sie bereits jetzt ab und zu - frischer Knoblauch ist eine Entdeckung, er zergeht quasi auf der Zunge.

Das Beet zur Strasse hin: ein wildes Durcheinander aus Kohlrabi-, Randen- und Federkohlsetzlingen. Die Stangenbohnen kämpfen sich hoch. Ausserdem hat es noch ein paar stehen gelassene Radieschen, zum blühen und für die Samengewinnung. Der Lauch und die paar Frühlingswiebeln sind noch kümmerlich. Das alles ist jedoch verdeckt von der Blumenpracht: Mohn, Skabiose und Kornblume. Ein paar Ähren Roggen habe es auch in's Bild geschafft. Dies wurde aus der Not heraus geboren: wir hatten Lebensmittelmotten in den Roggenkörner und haben diese statt Rasen ausgesät. Nun haben die Vögel Freude am Roggen, das Feld ist leider auch eine Schneckenhochburg.


Unser Kartoffelfeld mit 17 verschiedenen Kartoffelsorten. Dazwischen ein paar Süsskartoffeln, zwei Beerensträucher (Jostabeeren) und die Indianerbanane. Eine Blüte hat diese ausgebildet, für die Befruchtung braucht's zwei Blüten. Vielleicht nächstes Jahr? Der Kürbis hat die Schnecken nicht überlebt. Dafür haben wir nun ein paar Melonen dazwischen gepflanzt. Mal schauen ;-)

Und das Tomatenhaus. Mit ganz viel Basilikum - ein Rasen von Basilikum soll es werden. Ansonsten gibt's hier nicht viel zu sehen.


In der Ecke, unter dem Kirschbaum sind rund um den kleinen Pfirsichbaum die Peperonipflänzchen. Der Standort ist nicht ganz optimal, da sie meist im Schatten stehen (beim Setzen hatte der Kirschbaum noch keine Blätter...). Ob es trotzdem für ein paar Früchte reichen wird? Dazwischen stehen ein paar Salatköpfe (heiss begehrt bei den Schnecken) und davor Schotenrettiche, ein weiteres Experiment.

In diesem Metallbottich stehen unsere drei Auberginenpflanzen, dazwischen Salatköpfe. Wir ernten immer wieder die grössten Blätter ab. Diesmal  sind nicht die Schnecken Schuld am Kahlschlag ;-) Dazwischen schön gemulcht mit Rasenschnitt von der Nachbarin (das macht so vielaus, es wuchert grad viel weniger Unkraut und giessen müssen wir auch seltener).


Und Blick auf die drei Tipis: mit Kefen bzw. Erbsen, gleichzeitig wachsen schon die Gurkenpflanzen hoch und werden die Kefen/ Erbsen bald ablösen. In der Mitte hat's entweder eine Heidelbeerpflanze oder ein Zucchetti.


Und hier der Blick auf das grosse Beet mit Kefen. Für die Samengewinnung habe ich ein paar der Schoten markiert (Ringel aus zerschnittenen Wasserluftballons). Nachdem wir die letzten zwei Wochen fast täglich ernten konnten, geht's jetzt wahrscheinlich dem Ende zu. Daneben hat es Zwiebeln und Rüebli. Plus wild wachsende Zitronenmelisse. Und ein paar (wieder wild gewachsene) Spinat und Schnittmangoldpflanzen. Die dürfen blühen für die Samengewinnung.


Hier das hintere grosse Beet mit Erbsen (auch wieder ein paar markiert), verschieden farbener Krautstiel, Salate, Schnittsalat und dahinter Rucola und Schnittmangold. Hinten im Bild der Kompost mit noch ein paar Zucchetti/ Melonenpflanzen.


Das sehr lang gezogene Beet ist am Kopfende mit Asia-Salat und anderen Salatköpfen bepflanzt. Wir ernten laufend die grössten Blätter, deshalb werden sie gar nie zu richtig grossen Salatköpfen auswachsen. Dahinter wachsen im vorderen Teil weitere Gurkenpflanzen, im hinteren Teil Stangenbohnen. Davor ein paar Zucchettipflanzen, und natürlich Brokkoli und Romanesco.
 
Und noch ein paar letzte regennasse Kirschen zum Abschluss. Wir konnten schon viel ernten und verarbeiten (Konfitüre, im Dörex trocknen und einfrieren). Am Donnerstag werden wir den Baum zurückschneiden und so - ganz bequem - auch ein paar Kirschen von den oberen Ästen pflücken können. 

Eigentlich wollte ich heute noch die vorgezogenen Randen und Kohlrabipflänzchen in's Beet bringen. Dafür warte ich aber nun die heissen Tage ab, an denen sie hoffentlich nicht gleich von den Schnecken gefressen werden. Ah ja, weitere Randen möchte ich auch noch vorziehen. Vielleicht reicht mir heute noch die Zeit.

05.06.2018

WMDEDGT: Dienstag, 5. Juni 2018

Frau Brüllen sammelt Berichte,  wie so ein Tag am 5. jedes Monats aussieht. Heute habe ich mal Lust, mitzumachen. Ist bestimmt auch schön, später zurückzublicken. Mit Kinder sieht der Alltag ja jedes Jahr ziemlich anders aus...
Heute stehe ich um 5 Uhr auf und trinke meinen Schwarztee zu Blogs (ja, mit dem Grüntee mags nicht so recht klappen - wahrscheinlich bleibe ich beim Schwarztee, weil es so ein liebgewonnenes Ritual ist). Ich habe sogar Zeit, um in Ruhe zu duschen.
Um 6 Uhr ist dann der Rest der Familie wach und der Mann macht sich schon um halb 7 auf zur Arbeit. Ich habe gerade die arbeitsfreie Woche, so ist alles sehr entspannt. Gestern waren wir in der Bibliothek und der grosse Bub hat 5 Globi- Bücher ausgeliehen - grosse Liebe... Bis um halb 8 bin ich mit den beiden Jungs beschäftigt, Znüni Box füllen, Geschirr und Küche sauber machen. Plus Möbelstücke putzen, der grosse Bub fand es eine gute Idee, die mit Filzstift zu bemalen. Wir haben uns nun geeinigt, dass er die Verzierungen auf Papier malen und dann drauf kleben darf ;-) Ein bisschen Globi- Buch vorlesen liegt natürlich auch drin.
Um 7:45 Uhr machen wir uns langsam auf zur Kita, der grosse Bub begleitet uns. Das ist der Kompromiss: auch wenn ich nur 2 Wochen arbeite, ist 3h Kita pro Woche fix. Eigentlich auch schön, denn mit dem Kleinen komme ich gefühlt zu nichts im Haushalt.
So habe ich bis halb 12 Uhr Zeit, um in Ruhe meine "Do to"- Liste abzuarbeiten: Waschmittel herstellen, altes Brot zu Paniermehl mahlen, Kefen und Erbsen im Garten ernten und zu Glasnudelsalat verarbeiten, getrockene Lindenblüten abfüllen, Akeleisamen ernten, Rechnungen zahlen und sonstige administrative Organisationsarbeit. Dazu höre ich immer wieder Podcasts, so macht Hausarbeit so viel mehr Spass.
Um 11:30 Uhr mache ich mich wieder auf Richtung Kita, der Kleine hat geschlafen und verlangt als erstes nach Muttermilch. Darf er haben :-) Danach schlemmen wir uns im Garten durch Johannisbeeren, Erdbeeren, Kirschen und Maulbeeren, bis der Rest der Familie eintrudelt. Der Mann isst dienstags auch zu Hause, da wir praktischerweise gleich zwischen seinen zwei Arbeitsstellen liegen. Nach dem Mittagessen hat er sogar kurz Zeit, das eine Beet zu roden und Pflanzlöcher zu graben. Mit ein bisschen Urgesteinsmehl kommen dort die Brokkoli- und Romanescosetzlinge rein. Und drei zusätzliche Zucchetti. Jetzt ist nur noch ein Beet (wieder) leer - die Radieschen habe ich gestern nämlich abgeerntet, die waren nicht mehr geniessbar, sondern bereits ziemlich holzig. Um 13:30 Uhr geht der Mann wieder zur Arbeit, und um 13:45 Uhr macht sich auch der grosse Bub auf zum Kindergarten. Praktisch, dass er selbstständig hin marschieren kann. Dienstag ist der einzige Kindergartennachmittag, so kann ich der kleine Bub ausgiebig knuddeln. Er ist irgendwie müde, aber doch nicht ganz. Es kommt noch kurz eine liebe Bekannte von der Quartierstrasse vorbei und bringt zu klein gewordene Kinderkleider - wir freuen uns mehr darüber als die Kleidersammlung. Es ist ein herzliches kurzes Treffen und ich freue mich sehr. Die Kleider werden bei uns ziemlich strapaziert bei zwei Jungs, die das Dreckeln im Garten über alles lieben. Da kommt es auf ein paar Flecken von früher nicht drauf an. Ich mache mich gleich an das Kleider sortieren und kann zu klein gewordene Kleidungstücke aus den Kleiderkommoden der Jungs für die Taschen auf den Estrich aussortieren. Der kleine Bub klettert derweil selbstständig die Kinderrutsche hoch und rutscht wieder runter.
Dann kommt um 16 Uhr auch bereits wieder der grosse Bub nach Hause. Bei dem herrlichen Wetter essen wir draussen Nektarinen und Beeren, bevor ich kurz mich an den Wochen- Essensplan mache. Ich gebe mir mehr Mühe als sonst, da ich eine Abnehmerin vom Wochenplan habe.  Ansonsten laufe ich hinter dem kleinen (und grossen) Bub die Treppe hoch und runter - das aktuelle Lieblingsspielzeug. Wo auch immer etwas zu erklettern gibt: der kleine Bub ist dabei.
Um 18 Uhr ist auch der Mann zu Hause und wir essen Resten (Reisnudelsalat und Auberginen-Tomaten-Kichererbsensalat). Kurz danach macht der Mann noch einen "Gang" mit den Jungs zum Bücherbriefkasten im Quartier, ein lieb gewonnenes Ritual. Ich habe Zeit für die Küche fertig zu machen und diesen Beitrag zu schreiben.
Um 19 Uhr kommen sie wieder zurück und haben unterwegs noch wild wachsende Felsenbirnen gesammelt. Die beiden Jungs lieben sie heiss und bringen auch mir eine Handvoll mit. Der Mann macht sich dran, den Sauerteig für's morgige Brot zu machen.
Später wird noch das Abendprogramm gestartet (Pjyama anziehen, Zähne putzen, Geschichte vorlesen) und vielleicht werden die zwei bereits um 20 Uhr schlafen, so dass wir noch ein bisschen Feierabend haben...