14.10.2018

Gartenrundgang Mitte Oktober

Es ist Mitte Oktober und der Garten ist immer noch in der Wachstumsphase. Die zurückgeschnittene Auberginenpflanze hat sogar nochmals ausgetrieben und eine Blüte ausgebildet, auch die Peperonipflanzen sind weiterhin voller Blüten und es bilden sich viele kleine Melonen und Kürbisse aus. Wahrscheinlich werden sie es nicht mehr schaffen vor dem Winter zu reifen.

Vor ein paar Tagen haben mein Mann und ich intensiv im Garten gearbeitet. Den ganzen Tag war's tatsächlich. Der eine Kompost war voll und die frische Komposterde haben wir bei den Tipis verteilt (und dort gleich Knoblauch gesteckt).

Etwas mehr als die Hälfte des Kartoffel- und Süsskartoffelfeld ist nun abgeerntet (es ergab 4.5kg Süsskartoffeln und nochmals 2.5kg Kartoffeln). Dort haben wir das Beet nun vorbereitet und Zwiebeln gesteckt. Ausserdem haben wir einen Teil der Stangenbohnen abgeerntet. Bis 3m hoch sind sie gewachsen, und an die meisten der Schoten kamen wir deshalb nur nach  Schneiden hinzu.

Aber auch sonst ist grosses Erntefest: wir erhielten Äpfel, Birnen, Quitten und Baumnüsse geschenk.t Ein reicher Herbst!

 Die neu mit Komposterde aufgefrischt Tipis (mit frisch gestecktem Knoblauch)

 Das grosse Beet mit Flower Sprouts und Rosenkohl. Die Ringelblume wird gerade für eine Blümchensuppe gepflückt (unsere Blumen überleben nicht lange im Garten..). Der im August ausgesääte Spinat und Nüssler sind leider nicht gekommen. Eine Radicchio- Pflanze wächst (wie auch vereinzelte Endivien- Salate).

 Das ehemalige Kartoffel- und Süsskartoffelfeld ist neu das Zwiebelfeld (die Rüebli und die Auberginen folgen im Frühling). Bodendecker für den Winter haben wir einen Teil Phacelia, und einen kleineren Teil Nüssler gesät.

Die Tomatenpflanzen sehen schon ziemlich mitgenommen aus, tragen aber weiterhin viele Früchte. 

 Und auch die Peperonipflanzen sind noch voller Früchte.




 Die Stangenbohnen in der Kuppel haben sich bewährt und konnten gut abgeerntet werden (im Gegensatz zu den anderen zwei Standorte).

 Und noch der Bluck auf das hintere Beet (mit der letzten Zucchetti im Vordergrund). Die Romanesco- und Brokkolipflanzen stehen immer noch (der Brokkoli hat in den Seitentriebe auch zusätzliche Köpfchen ausgebildet, beim Romanesco haben wir die Hoffnung noch nicht augegeben). Krautstiel kommt sehr gut. Ein paar Randen hat's auch noch im Beet.

Vom Beet zur Strasse hin habe ich vergessen, ein Foto zu machen. Dort wären noch Lauch, ein paar Randen- und Kohlrabipflanzen, Grünkohl und Stangenbohnen zu sehen.



11.10.2018

Der erste Ämtliplan



Gestern ist in einer Hauruck- Aktion der erste Ämtliplan bei uns entstanden. Inspiriert von einem Artikel in der Wochenzeitung von einem Lebensmittelladen, fanden mein Mann und ich, dass es nun auch Zeit dafür sei für unseren 5- Jährigen Sohn. Die Idee ist, dass er sich 3 Aufgaben pro Tag auswählen kann, die er dann erledigen darf. Dabei sind ganz einfache, wie seine Jacke aufhängen oder das Bett am Morgen machen. Die verschiedenen Icons habe ich im Internet gefunden, den Text dazu geschrieben, mit Folie eingefasst und ein Magnet daran geklebt. Nun wartet er am Kühlschrank auf seinen ersten Einsatz (nach den Herbstferien, als guter Startpunkt für eine neue Routine).

09.10.2018

Gartenrückblick

Zwar ist die Gartensaison noch nicht herum (das war das grosse Learning von letztem Jahr:auch im Januar/ Februar gibt es draussen genügend zu ernten), aber wir machen uns trotzdem so einige Gedanken zum neuen Gartenjahr. Einiges hat sich bewährt, anderes werden wir anders machen. Um den genauen Anbauplan mit der 4- Jahres- Fruchtfolge und Nachbarschaften von Gemüse werde ich mich im Winter kümmern.

Was hat sich 2018 nicht bewährt? 

  • Tomaten in Töpfen: die Pflanzen sind viel schwächlicher und mit weniger Ertrag. Dafür ist eine Pflanze bei den Beeren wild gewachsen. Von deren Samen werden wir am gleichen Standort ein paar pflanzen. Ausserdem haben wir sie zu dicht gesetzt (auch schlecht wegen den Schnecken).
  • Stangenbohnen: für die Ernte einfach nicht praktisch. Sie sind bis 4m hoch gewachsen. Von der ellenlangen Spaghettibohnen sind die Früchte leider während unseren Ferien vertrocknet und auch danach bildet sie kaum welche aus.Die normalen Stangenbohnen ergaben eine grosse Ernte. Wir werden als neue Idee versuchen, sie als Spalier rüber zum Balkon zu ziehen, damit wir alle ernten können.
  • Peperoni: sie bildet zwar viele Früchte aus, aber durch Foodsharing haben wir ein ständiges Angebot von Peperoni. Deshalb werden wir stattdessen den Auberginenanbau ausbauen. 
  • Asia Salat und Schnittsalat: davon hatten wir dieses Jahr ein bisschen zu viel gegessen. Da braucht es mal ein Jahr Pause.
  • Romanesco: keine einzige Frucht wurde ausgebildet (im Gegensatz zum Brokkoli). Aber auch der Brokkolikopf ist klein im Vergleich zur riesigen Pflanze.
  • die Vlies- Rondellen um die Kohlpflanzen gegen die Kohlfliege werden wir nächstes Jahr nicht mehr machen. Sie verrutschen und unser Ziel ist es, einen möglichst arbeitsarmen Garten zu schaffen (soweit möglich). Ausserdem sind bislang auch so keine Kohlpflanzen von der Kohlfliege befallen.
  • von den 5 ausgesäten Kürbispflanzen hat es eine Pflanze in's Beet geschafft - uund ein kleiner Kürbis ausgebildet.
  • Melonen ohne Gewächshaus lohnt sich nicht - stattdessen werden wir nächstes Jahr auf mehr Kürbisse setzen.  
  • Endivien und Radicchio haben unsere Ferien im August leider nicht gut verkraftet, die meisten selbst gezogenen Setzlinge haben es nicht überlebt. Nächstes Jahr gibt's eine neue Chance :-)  
  • Spinat ist bei der Aussat vom August praktisch nicht gewachsen. Wir warten nun für den nächsten Aussatzeitpunkt im Frühling (Krautstiel haben wir ja genügend als Spinatersatz)
  • die Petersiliengewächse sind bei uns kaum gewachsen: kaum Petersilie, keine Petersilienwurzeln, kein Stangensellerie. Vielleicht lohnt sich der Peterli- Anbau in einem Topf? 
  • Krautstiel und Schnittmangold hatten wir dieses Jahr viel zu viel. Wir kamen kaum nach mit verschenken. Nächstes Jahr darf es weniger sein.
 

Schädlinge 2018

Wir hatten zu Beginn vor allem mit den Schnecken zu kämpfen - von den Salatsetzlingen, die wir im April in's Beet pflanzten, hat es kein einziges überlebt. Ein paar Kohlpflanzen, Kürbis und Zucchetti haben es im Frühling auch nicht überlebt. Seit dem Sommer gab es zum Glück kaum Verluste durch Schnecken.  Im Frühling hatten ausserdem Erdflöhe viel Freude an Rucola und den Radieschen (die durchlöcherten Blätter schmeckten uns trotzdem).
Der Sommer war sehr trocken, wir haben trotzdem nur 1-2x pro Woche kräftig gegossen. Die Pflanzen haben überlebt, die Ernte (v.a. Kartoffeln, Süsskartoffeln, Zucchetti, Gurken) wurde dadurch wahrscheinlich ein bisschen weniger üppig.
Ansonsten haben seit dem Sommer ein paar Pflanzen mit sehr vielen Blattläusen zu kämpfen (Bohnen und zwei Rosenkohlpflanzen). Mehltau wird wahrscheinlich jedes Jahr bei den Gurken- und Zucchettipflanzen ein Thema bleiben (vielleicht probieren wir mal die effektiven Mikroorganismen aus, als Stärkung dagegen?).   
Die asiatische Baumwanze ist auch dieses Jahr auf unseren Tomatenpflanzen, stört uns aber nicht besonders (das Fruchtfleisch ist dadurch etwas weniger saftig, für Sugo aber trotzdem kein Problem).
Den grössten Verlust hatten wir durch die Kirschessigfliege zu beklagen - 90% der Kirschen waren befallen. Nächstes Jahr werden wir schneller sein als die Fliege!

Insgesamt blieb für uns aber trotz Schädlingen genügend zum Ernten :-)   
 

Was werden wir 2019 anders machen?

  • bereits im Frühjahr Kohlrabi und Spinat ansäen (und nicht erst im Sommer für die Herbsternte)
  • in der Anzucht: Rucola und Krautstiel erst Mitte April direkt in's Beet aussäen
  • vorgezogene Salatsetzlinge: erst Ende April in's Beet  (und vielleicht mit Schneckenkrägen versetzen?)
  • Radieschen nur zu zwei Erntezeitpunkten (1 Monat Differenz) aussäen: Mitte März und Mitte April (und ja keinen kleineren Abstand als die 5cm - typisch Anfängerfehler ;-) ). Geschossene Radieschen sind ideal für die Ernte der Schoten (aktuell beliebter bei uns als die Radieschen selbst). 
  • wir werden uns wieder an den Zuckermais wagen (2018 hatten wir die asiatische Wanze als Schädling)
  • wir werden nochmals einen Versuch mit Kürbis wagen
  • Rüebli zwischen den Kefen- Reihen lohnt sich nicht, sie hatten kaum Licht und sind schlecht gewachsen. Wir haben wahrscheinlich auch schlechten Boden für Rüebli? Die Aussaat mit Suspension in Stärkegel hat sich auch nicht bewährt. Normales aussäen (evl. mit Sand vermischt) war besser. 
  • die Frühlingszwiebel- und Lauchzwiebel- Samen werden wir noch aufbrauchen, aber danach auf normale Zwiebeln setzen (im Frühjahr kann deren Zwiebelgrün stattdessen verwendet werden).  
  • unsere Gurken- und Zucchettipflanzen sind nicht gut gewachsen. Wir werden ein anderes Bio-Saatgut ausprobieren, das hoffentlich besser angepasst ist an den Standort. 
  • statt Brokkoli und Romanesco, welche bei sehr viel Blattgrün nur wenig der essbaren Blüten ausbilden, werden wir Cima di rapa ausprobieren. Dies schmeckt auch ähnlich wie Brokkoli. 
  • Kartoffeln (und vielleicht auch Süsskartoffeln?) werden wir im Kartoffelturm anbauen und den Ernteertrag dann mit dem Anbau im Beet vergleichen können. 
  • Tomaten als Notiz an mich: nur 5x4 im Tomatenhaus setzen, plus bei den Spalierobstbäumchen.
  

Welche Gemüsesorten werden wir 2019 neu ausprobieren?

  • Cima di Rapa, Schwarzwurzeln, Mais, Yukon
 

Welche Gemüsesorten werden 2019 wegfallen? 

  • Peperoni, Schnittsalat, Asia Salat, Melone, Brokkoli, Romanesco, Petersilienwurzel, Stangensellerie