15.07.2018

Gartenrundgang Mitte Juli


Es ist Mitte Juli und Zeit für einen Gartenrundgang. Wir können viel ernten: Zucchetti (und das, obwohl bislang nur fünf Pflanzen richtig Gas geben), Gurken, Krautstiel, Schnittmangold, Rüebli, Zwiebeln, der letzte Knoblauch  und Schotenrettich. Kefen habe ich vor ein paar Tagen die letzten abgeerntet. Gemüse brauchen wir momentan wirklich nicht kaufen (wobei wir auch durch Foodsharing immer wieder zu v.a. Salaten und Peperonis kommen).
Gefühlt seit Wochen ist es heiss und sonnig. Immerhin hat es mal so viel geregnet, dass unsere zwei Regentonnen gefüllt wurden. Regenwasser ist einfach das Beste für die Pflanzen, gerade bei unserem kalkhaltigen Wasser.
Bei dem schönen Wetter geniessen wir den Garten sehr und deshalb passte es heute gerade, ein paar Fotos zu machen.

Das Kartoffel und Süsskartoffelfeld. Nur noch grün! Wir sind gerade unschlüssig, wann der Zeitpunkt für die Ernte ist - sobald das oberflächliche Kraut abgestorben ist und dann noch ein paar Tage warten?

Die Tomaten sind auch schon gross und müssen nur noch reifen. Vorne und dazwischen hat's viel Basilikum, so dass wir heute auch wieder drei Gläser Basilikumpesto einfrieren konnten. Seit heute haben wir auch ein Tröpfchen- Bewässerungssystem installiert. Die Tomaten sind die einzigen, die wir regelmässig giessen müssen, wegen dem Tomatendach. Aber dank gut mulchen auch nicht zu oft.


 
Der kleiner Helfer im Garten liebt es, in der Erde zu buddeln. 

In der einen Ecke im Beet zur Strasse ist ein wilder Mix aus Federkohl, Kohlrabi und Randen. Auch hier ist das mulchen einfach ideal. Jäten ist nicht unsere Lieblingstätigkeit, wie man am Löwenzahn sieht... (so hätten wir aber auch immer geeignete Wildkräuter, um den Salat aufzupeppen).


Auch im mittleren Teil des Beets zur Strasse wächst einiges duchreinander: blühender Lauch  vom letzten Jahr (Samengewinnung) neben neuem Lauch (wird wahrscheinlich im Winter erntereif sein), ein paar Kohlrabi und Blumen (Kornblume aktuell, der Mohn ist bereits verblüht).

Und im hinteren Teil des Beets zur Strasse wachsen Stangenbohnen zur Seite, in der Mitte Kohlrabi, Randen und Federkohl. Die Blumen wie Borretsch und Kornblumen sind wild gekommen und dürfen bleiben. 

Und ganz hinten im Beet sind nach den Stangenbohnen noch ein paar Frühlingszwiebeln und Radieschenpflanzen, wobei wir die Schoten ausreifen lassen für Samengewinnung.

Das ist der Blick auf die eine Hälfte des grossen Beets. Hier standen bis vor kurzem die Kefen. Nun haben sie Platz gemacht für die bereits vorgezogenen Flower Sprouts. Später werde ich dazwischen auch noch Spinat aussäen. Wann wäre wohl ein guter Zeitpunkt?  Spinat ist ja ein Kaltkeimer und jetzt bei den heissen Temperaturen eher nicht ideal?

Und das ist die andere Seite des Beets. Rüebli und Zwiebeln stehen hier, sowie ein paar Schnittmangold und Spinatpflanzen, die von letztem Jahr wild gekommen sind und die wir nun Samen ausbilden lassen. Ein paar vorgezogene Randensetzlinge haben bereits frei gewordenen Platz der Zwiebeln eingenommen. Hier könnten wir noch etwas Mulch aufbringen. Zum Glück werden wir von unserer Nachbarin versorgt mit Grünabfällen (wir haben Rasenschnitt, sie kann sich die Grünabfuhrgebühren sparen :-) ).

Ein Blick auf das langgezogene Beet: im Vordergrund blüht der asiatische Salat (auch wieder für die Samen...). Dazwischen Brokkoli und Romanescopflanzen, auf der Seite ein paar Gurkenpflänzchen. Allerdings geht es diesen, gerade hinter den Zucchettipflanzen nicht so gut. Obwohl sie als gute Nachbarn beschrieben sind. Hat jemand Erfahrungen damit?  

Nach den Zucchettis geht es weiter mit Brokkoli und Romanesco, plus ein paar Rosenkohlpflänzchen. Die sind leider ein bisschen zu nah am Kompost und werden von den Schnecken arg bedrängt. Gegen den Zaun ranken sich Stangenbohnen noch. Und noch ein bisschen Rucola ist auch noch da, zwischen dem Brokkoli. Ausserdem sind noch ein paar Melonenpflanzen versteckt, die nun blühen. Ob es bis zu reifen Melonen reicht?

Blick auf das kleine Beet gerade beim Haus. Hier ist der Schotenrettich zu sehen, dahinter sind die Peperonipflanzen und ein paar (nun aufgestängelte) Salatköpfe.


Und hier sind die Peperonipflanzen. Ein paar Früchte sind bereits dran, sie sollten entweder hellgrün oder rot werden, glaube ich zumindest. 

Und hier das kleinere hintere Beet mit Rucola, den wir die Schoten ausbilden lassen für die Samen. Dazwischen sind Rosenkohlpflänzchen bereits eingepflanzt. Und dahinter ist der Schnittmangold. Nicht auf dem Bild sind die dreifarbigen Krautstiele und die bereits dazwischen gepflanzten Kohlrabi und Randenpflanzen.

Der Metalltrog mit den Auberginenpflanzen und aufgestängelten Salaten macht sich auch gut. Seit ein paar Tagen blühen die Auberginen, ich finde die violett-orange Blüte wunderschön.

Jetzt hätte ich fast die Tipis vergessen. Hier haben wir die Kefen abgeräumt (oberhalb der Erde abgeschnitten, damit die Wurzeln den Stickstoff in die Erde abgeben können. Das macht ihr sicher auch so?). Nun haben die Gurkenpflanzen mehr Platz. Allerdings sind einige Pflanzen vom Mehltau befallen (wie auch ein paar der Zucchettis). Die Pflanze im Bild hat mit den gelben Stellen wahrscheinlich auch Nährstoffmangel (die Tipierde ist ohne Kompost und wahrscheinlich recht mager). Gegen den Mehltau habe ich die sehr stark befallenen Blätter heute entfernt und die restlichen mit Brennnesseltee eingesprüht - ein Versuch... 

Ebenfalls ein Versuch sind die Mohnsamen. Eigentlich habe ich nur aus Interesse ein paar gesammelt (bei weitem nicht alle..) und war erstaunt, wie ergiebig diese waren. Diese Handvoll Schoten ergab ungefähr 5 gehäufte Esslöffel Samen. Und das auch sehr einfach: in eine Schüssel, Teller drauf und schütteln. Und schon ist der Boden voll damit.

12.07.2018

12 von 12 im Juli

Es ist wieder der 12. - Zeit für 12 Fotos vom Tag. Weitere 12 von 12 Beiträge findest du bei Caro und ihrem Blog "Draussen nur Kännchen"

Ich erwache um halb 6 und nutze die Gunst der drei schlafenden Männer (der grosse Sohn kuschelt sogar mit dem Kleinen im Schlaf) um aufzustehen und in Ruhe zu duschen, indischer Tee zu trinken und E-mails und Blogs zu lesen.

 
Wie fast an jedem Morgen ist der grosse Bub auch wieder eine halbe Stunde später wach. Zuerst aber die neuen Bücher aus der Bibliothek anschauen. Um halb 7 Uhr piepst der Backofen und kündigt das fertig gebackene Brot an, so dass ich  schon mal ein Frühstücksbrot für den grossen Bub parat mache.
 
Es wird ein Pipi Langstrumpf Brot (inspiriert von Freunden): 2 verschiedene Konfis auf einem Brot (Nektarinen-Amarettokonfi aus geretteten Früchten und Kirschenkonfi vom eigenen Baum).
 
Kurz danach sind auch der kleine Bub und der Mann wach.
 
Der grosse Bub erklärt seine Zeichnung (Mond, Kirschbaum, Sterne und Rakete spielen eine Rolle). Der Mann hat heute frei und grosse Pläne. Dazu aber später. Zuerst machen wir die letzten Unterlagen für das Büssli parat. Dieses wird heute um 9 Uhr für 2 Wochen vermietet, geputzt haben wir es zum Glück schon gestern. Kurz die Küche aufräumen, Schotenrettich ernten (wächst wie verrückt) und Rechnungen zahlen.


Das Experiment "Goldene Milch" mit frischem Kurkuma ist fein (besser, als mit dem Pulver).

Und danach geht es um 10 Uhr bereits weiter zu einem Import- Betrieb, wo wir für Foodsharing wieder viele Früchte und Gemüse von der Abfalltonne retten dürfen. Wir sind heute zu viert, die abholen, und mit grossem Auto und Veloanhänger unterwegs. Trotzdem können wir bei weitem nicht alles mitnehmen. Heute waren es vor allem sehr viele Melonen, Peperoni, aber auch Bohnen und Chilis.


Diese hier landeten im Fairteiler. 
Zu Hause essen wir gleich zwei saftig- süsse Melonen und bringen viele Früchte und Gemüse den Haus- und Strassennachbarn vorbei. Und dann steht kurz vor 12 Uhr schon meine Cousine mit der 4- jährigen Tochter vor der Tür. Obwohl wir nicht so weit auseinander wohnen, sehen wir uns doch viel zu selten.

  
 
Der grosse Bub und ihre Tochter spielen gleich zusammen, als ob sie sich erst gestern gesehen hätten. Erstaunlich! Der Mann verabschiedet sich: er möchte heute 100km wandern, durch die Nacht. Etwas, das er bereits vor drei Jahren schon mal gemacht hat und sich sehr darauf freut (Ruhe! Im eigenen Tempo ohne Unterbrechung wandern!). Meine Cousine und ich haben Zeit um viel zu plaudern - immer wieder unterbrochen von den Kinder und ihren Bedürfnissen.

 
Nebenbei koche ich eine Peperonisuppe mit Kurkuma und Safran nach dem Rezept von Salzkorn (sehr fein!) - mit dem obligaten angebratenen Schotenrettich als Topping. Die Kinder mögen die Suppe nicht, zum Glück hat es noch Teigwarenreste vom Vortag. Um 16 Uhr bricht meine Cousine wieder auf, natürlich mit viel Melonen, Peperoni und Bohnen im Gepäck. Ich räume noch eine Ladung Wäsche weg, und draussen im Garten das ganze Chaos - und dann gibt's schon wieder Znacht für alle.


Noch kurz die Dörex- Siebe mit den Melonenstücke und Bohnen reinräumen (ein Experiment, angetrocknet in der Sonne, und nun über Nacht mit dem Dörex weiter).

 Nun habe ich sogar noch Ruhe, um diesen Beitrag zu schreiben und höre Gegiggel der zwei Buben. Gugus- Spiel ist der Auslöser.

Bald werde ich Gschichtli erzählen - vielleicht sogar das härzige Buch, das der kleine Bub heute geschenkt erhalten hat?

01.07.2018

Monatsmotto für Juli: Pflanzenwissen


Vor langer Zeit, 2003 noch im ersten Jahr von meinem ersten Studium, habe ich Heil- und Giftpflanzen Kurse gehabt. Und dies sehr gerne gelernt. Aber auch schon als Kind habe ich Kräuter im Estrich getrocknet. Dieses Wissen möchte ich diesen Monat wieder auffrischen und mich durch ein paar Blogs durchstöbern. Besonders interessiert mich natürlich, was bereits jetzt bei uns im Garten wächst.
Angewendet habe ich dieses Wissen in all den Jahren immer wieder in unterschiedlicher Intensität und mit unterschiedlichem Fokus. So kochen und essen wir gerne Wildkräutergerichte, aber auch klassische Tees mische ich gerne selber zusammen. Auch auf unseren regelmässigen Wandertouren durch den Jura kommen wir praktisch immer mit ein paar gesammelten Blüten oder Knospen zurück. Mein Mann nimmt jeweils einen grossen Kübel mit Schaufel mit und so wachsen nun einige Wildpflanzen bei uns in dem Garten (mit dem Ziel, möglichst viel von der langweiligen Rasenfläche durch Wildblumenwiesen zu ersetzen).

Diese Websiten möchte ich durchstöbern:
- Kostbare Natur
- Wildkrautgarten
- Unkrautgourmet 
- Smarticular
- Dynamica-Kurse
- Wert der Natur
- Mamaniflora 
- Website/ evl. Bücher von Storl

Da ist schon eine ganze Menge zusammen gekommen - hast du noch einen Tipp für mich?